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Sonntag, 21. November 2010

Geschichten erzählen

Eins können die Amis ja: Geschichten erzählen, etwas, wofür man in unserem Land eher belächelt wird. Wie die Medien berichteten, hat der Präsident der USA, Barack Obama, ein Kinderbuch herausgebracht: "Of Thee I Sing - A letter to my daughters". Der Erlös geht übrigens komplett an wohltätige Zwecke, davon wird nicht der nächste Skiurlaub der Präsidentenfamilie bezahlt! Ich finde es toll, dass Obama seinen Töchtern damit eine Art Vermächtnis hinterlässt. Jedes Kapitel beginnt mit einer Frage an seine Kinder, so wie z.B. "Weisst du eigentlich, wie begabt du bist?" oder "Weißt du eigentlich, wie kreativ du bist?". Und dann erzählt er eine dazu passende Geschichte von Menschen, die diese Stärke in ihrem Leben besonders gezeigt haben. Reale Personen, positive Vorbilder, Bestärkung darin, es ihnen gleichzutun. Die Macht der Geschichte unterschätzen wir Deutschen oft, aber es sind die Geschichten, die uns für´s Leben prägen - jeder erinnert sich doch an bestimmte Kinderbücher zurück oder an Märchen, die vorm Schlafengehen erzählt wurden. Wenn dann auch noch ein Vater seinen Kindern dies schreibt, und ihnen positive Eigenschaften zusagt, gefällt mir das um so mehr. Auch in unserer Gesellschaft wünsche ich mir mehr positive Aussagen von Menschen über einander, mehr Vorbilder und Helden, die Orientierung geben und mehr Geschichten, die das Leben prägen.

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