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Freitag, 31. Dezember 2010

Wo Kinder schlafen (müssen)...

Vor kurzem stieß ich auf ein Buch des Fotografen James Mollison. Aus den verschiedensten Ländern der Welt fotografierte er Kinder und den Ort, an dem sie schlafen. Das ist nicht immer ein Zimmer voller Spielsachen, manchmal auch einfach ein altes Sofa, ein Teppich oder ein Verschlag. Es ist gleichzeitig faszinierend und erschreckend, wie groß doch die Lebensunterschiede auf dieser Welt sind. Die einen sind reich, verwöhnt und (vermutlich) hoffnungslos verzogen, die anderen arm, traurig und hart arbeitend. "Where children sleep", leider bisher nur auf englisch erschienen, lohnt sich scheinbar sehr.

Dienstag, 28. Dezember 2010

Heute schon ge"wordelt"?

Wortwolken sind eine interessante Art, Inhalte kurz und knapp mit Schlagworten darzustellen. Unter www.wordle.net kann man Wortwolken mit eigenen Schlagwörtern kreieren. Wer eine Homepage hat, gibt einfach die Webadresse an, und das Programm "wordelt" aus allen wichtigen Wörtern ein schönes Bild. Hier gibt es das Wordle dieses Blogs zu sehen ;-)

Montag, 27. Dezember 2010

Interview ohne Worte


Ich hab die Süddeutsche Zeitung, insbesondere ihr Magazin, für mich entdeckt. Intelligent-freche und informative Artikel. Jede Woche gibt´s zudem ein neues Interview ohne Worte - Menschen antworten auf Fragen nur mit Körpersprache. Das lässt viel Raum für Interpretationen - oder auch nicht. Hier zum Beispiel das Interview mit Nina Hagen, die seit einiger Zeit überzeugte Christin ist. Es lohnt sich, auch durch die anderen durchzustöbern.

Sonntag, 5. Dezember 2010

Das Ende der Spassgesellschaft

"Spaß haben" ist eines der größten Lebensziele vieler Menschen in unserem Land, vor allem der jungen Generation. Unsere Medien pushen das ganz besonders intensiv: Unterhaltungssendungen, soweit das Auge reicht, Slapstick, Comedy, mal mit mehr, mal mit weniger Niveau. So wird der Spaß als Kulturgut und Lebensinhalt zelebriert. Dagegen ist ja auch grundsätzlich nichts einzuwenden, solange eine gewisse Ausgewogenheit herrscht, wir auch noch in der Lage sind, mal ernst zu sein und Tiefgang zuzulassen.

Doch was passiert, wenn das wahre Leben mitten hinein bricht in eine der größten Unterhaltungsshows Europas? Zuerst der grenzenlose Jubel, Standing Ovations, Anfeuern des jungen Mannes, der auf Sprungfedern über fahrende Autos springt. Der Nervenkitzel dient dabei als Grundlage für den Spaß der Massen, Begeisterung und Angst in einem adrenalinbegünstigenden Wechselspiel. Dann passiert das, was keiner wirklich geglaubt hätte: vor den Augen des Millionenpublikums stürzt der Kandidat und bleibt bewegungslos liegen. Sofort sind Sanitäter vor Ort, das Publikum, eben noch in jubelnder Ekstase, weint, schlägt fassungslos die Hände vor das Gesicht. Totenstille. Entsetzen. Die Sendung wird abgebrochen.

Das wahre Leben hat die Spaßgesellschaft brutal vorgeführt. Das Leid ist ein Teil des Lebens, das wir versucht haben, auszublenden. Nun hat es hat sich mitten hinein gemogelt und niemand konnte etwas dagegen tun. Da sind wir also, auf dem Boden der Tatsachen. Bis spätestens zur nächsten Sendung, wenn wir wieder zur Tagesordnung übergehen. Cut.

Sonntag, 28. November 2010

Auf zu neuen Kontinenten!

Heute Morgen hat meine Schwiegermama  jedem von uns eine eingerollte Mini-Botschaft aufs Frühstücksbrettchen gelegt. Eine Weisheit hat mir besonders gut gefallen:

"Wer neue Kontinente entdecken will, muss bereit sein, das bekannte Land zu verlassen."

Dienstag, 23. November 2010

Hab da mal was Geschrieben...

in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Willow-Netz" ist doch auf S. 10-11 tatsächlich ein schicker Artikel von einer gewissen Cathrin Reich. Wer das nicht glaubt, guckt doch hier !

Sonntag, 21. November 2010

Geschichten erzählen

Eins können die Amis ja: Geschichten erzählen, etwas, wofür man in unserem Land eher belächelt wird. Wie die Medien berichteten, hat der Präsident der USA, Barack Obama, ein Kinderbuch herausgebracht: "Of Thee I Sing - A letter to my daughters". Der Erlös geht übrigens komplett an wohltätige Zwecke, davon wird nicht der nächste Skiurlaub der Präsidentenfamilie bezahlt! Ich finde es toll, dass Obama seinen Töchtern damit eine Art Vermächtnis hinterlässt. Jedes Kapitel beginnt mit einer Frage an seine Kinder, so wie z.B. "Weisst du eigentlich, wie begabt du bist?" oder "Weißt du eigentlich, wie kreativ du bist?". Und dann erzählt er eine dazu passende Geschichte von Menschen, die diese Stärke in ihrem Leben besonders gezeigt haben. Reale Personen, positive Vorbilder, Bestärkung darin, es ihnen gleichzutun. Die Macht der Geschichte unterschätzen wir Deutschen oft, aber es sind die Geschichten, die uns für´s Leben prägen - jeder erinnert sich doch an bestimmte Kinderbücher zurück oder an Märchen, die vorm Schlafengehen erzählt wurden. Wenn dann auch noch ein Vater seinen Kindern dies schreibt, und ihnen positive Eigenschaften zusagt, gefällt mir das um so mehr. Auch in unserer Gesellschaft wünsche ich mir mehr positive Aussagen von Menschen über einander, mehr Vorbilder und Helden, die Orientierung geben und mehr Geschichten, die das Leben prägen.